Scheinfasten im Vergleich: Prolon, Salufast, Bücher oder selbst kochen (2026)

Scheinfasten im Vergleich: Prolon Box vs Salufast Ayurveda Fastenbox

Prolon, Salufast, nach Buch und selbst gekocht oder angeleitet mit Vorbereitung: Vier Wege zum Scheinfasten, vier unterschiedliche Ansätze. Ich habe alle ausprobiert. Hier erfährst du, was die einzelnen Scheinfasten-Boxen und Methoden kosten, wie sie schmecken und welche Methode zu deinem Alltag passt.

Vier Methoden, ein Ziel: Welcher Scheinfasten-Weg passt zu dir?

Scheinfasten funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Du isst fünf Tage lang deutlich weniger als sonst, hältst dich an bestimmte Makronährstoff-Verhältnisse und bringst deinen Körper so in eine fasten-ähnliche Stoffwechsellage. In der Forschung wird dabei vor allem die Autophagie diskutiert – der körpereigene Reparaturmechanismus. Klinische Studien zeigen messbare Effekte: Reduktion von Bauchfett, bessere Insulinsensitivität, niedrigere Entzündungswerte. Eine Studie zeigte sogar, dass drei Zyklen das biologische Alter um durchschnittlich 2,5 Jahre senken können.

Die Frage ist nicht ob, sondern wie du anfängst. Denn zwischen einer fertigen Scheinfasten-Box für rund 200 Euro und selbst gekochten Mahlzeiten für 15 bis 40 Euro – Discounter oder Bio-Qualität – liegen nicht nur Kosten, sondern auch Aufwand, Geschmack und Alltagstauglichkeit. Hier der Überblick.

MethodePreisAufwandGeeignet für
Prolon (Classic / Next Gen)179–249 €Minimal – alles fertigErstes Mal, maximale Bequemlichkeit
Salufast (Standard / Ayurveda)139–149 €Gering bis mittelPreisbewusster Einstieg, bewusstes Erlebnis
Bücher + selbst kochen15–40 € (+ Buch ca. 18 €)Hoch – EigenplanungErfahrene, Wissenshungrige
Angeleitet mit Vorbereitungkommt baldMittel – einmal vorkochenWiederholer:innen, Berufstätige, Familien

Prolon: Das klinisch getestete Original

Prolon ist die Scheinfasten-Box nach dem FMD-Protokoll von Valter Longo, Professor für Biogerontologie an der University of Southern California. Fünf Tage, alles vorgefertigt: Tütensuppen, Nussriegel, Oliven, Cracker und der L-Drink (ein Glycerin-Getränk für die Ketose).

Was gut funktioniert: Null Entscheidungen. Tüte auf, heißes Wasser drauf, fertig. Gerade beim ersten Scheinfasten ist das ein riesiger Vorteil, weil du dich auf nichts anderes konzentrieren musst als durchzuhalten. Die Nussriegel sind richtig gut. Die Suppen sind funktional, eher amerikanisch konzipiert, für europäische Gaumen manchmal etwas fad.

Was du wissen solltest: Prolon ist die teuerste Option: 179 Euro für die Classic-Box, 249 Euro für Next Gen – die Premium-Variante mit vorgekochten Bio-Suppen statt Pulver. Das relativiert sich, wenn du bedenkst, dass deine normalen Lebensmittelkosten in der Woche wegfallen. Die wissenschaftliche Basis ist die stärkste aller Optionen: klinische Humandaten zu Gewichtsverlust, Entzündungsmarkern und biologischem Alter.

Prolon Scheinfasten Box Inhalt
Die Prolon-Box: Alles für fünf Tage Scheinfasten in einer Schachtel.

Aufwand und Planung: Kein Einkauf, keine Vorbereitung, kein Kochen. Du bestellst die Box, wartest auf die Lieferung und legst los. Alltagstauglich auch im Büro: Die Suppen lassen sich mit heißem Wasser zubereiten.

Unser Fazit zu Prolon: Wer zum ersten Mal Scheinfasten ausprobiert – oder es einfach maximal bequem haben will – ist hier richtig. Die Wissenschaft ist solide, der Aufwand minimal. Der Preis ist hoch, aber du bezahlst für ein durchdachtes System, nicht nur für Essen.

Unser ausführlicher Prolon-Test mit Tagestagebuch

Salufast: Die deutsche Alternative mit Charité-Hintergrund

Salufast kommt aus Berlin und baut auf der Forschung von Prof. Andreas Michalsen von der Charité auf. Es gibt zwei Varianten: Standard und Ayurveda. Beide kosten weniger als Prolon.

Salufast Standard (139 €): Ähnliches Konzept wie Prolon, aber günstiger und mit deutschen Rezepturen. Die Scheinfasten-Box enthält Suppen, Riegel und Snacks für fünf Tage. Geschmacklich solide, europäischer als Prolon. Guter Einstieg für alle, die nicht gleich über 200 Euro ausgeben wollen.

Salufast Ayurveda (149 €): Das hat mich ehrlich überrascht. Das Biryani am ersten Tag, die würzigen Linsengerichte, der ayurvedische Tee: eine andere Liga. Dazu kommen Rituale wie Ölziehen, Zungenschaber und Selbstmassage. Das gibt dem Fasten eine bewusstere, ganzheitlichere Qualität.

Der Haken beim Ayurveda-Programm: Es ist zeitintensiv. Sieben Tagesrituale neben einem vollen Arbeitstag können schnell überfordern. Wer morgens Ruhe hat, profitiert davon. Wer um 7:30 im Büro sein muss, eher nicht.

Aufwand und Planung: Standard ist fast so unkompliziert wie Prolon. Ayurveda braucht morgens 20–30 Minuten extra für die Rituale. Beide Varianten kommen mit App-Begleitung.

Unser Fazit zu Salufast: Wer günstiger einsteigen will oder ein ganzheitlicheres Erlebnis sucht, findet hier eine gute Scheinfasten-Box. Die wissenschaftliche Basis ist solide, wenn auch etwas anders ausgerichtet als bei Prolon. Die Ayurveda-Variante lohnt sich, wenn du dir die Zeit dafür nehmen kannst.

Unser ausführlicher Salufast-Test

Scheinfasten nach Buch oder auf eigene Faust: Wissen aufbauen, selbst planen

Mittlerweile gibt es mehrere gute Bücher zum Thema Scheinfasten. Der Klassiker ist Valter Longos „Iss dich jung“, das die wissenschaftlichen Grundlagen der FMD erklärt. Seit Februar 2025 gibt es mit „Scheinfasten – mein Masterplan“ von Andreas Michalsen ein Buch, das sich komplett dem Scheinfasten widmet: 144 Seiten, über 50 Rezepte, Schritt-für-Schritt durch mehrere 5-Tage-Kuren. Das Buch war direkt ein Spiegel-Bestseller.

Wer es noch konkreter mag: „Scheinfasten – Das Rezeptbuch“ von Bernhard Hobelsberger und Prof. Bernd Kleine-Gunk (GU Verlag) liefert 50 vegane Low-Carb-Rezepte nach dem Original-FMD-Prinzip. 160 Seiten, rein praktisch ausgerichtet.

Was gut funktioniert: Du verstehst, warum Scheinfasten wirkt. Du lernst die Hintergründe, die kein Beipackzettel einer Box dir gibt. Gerade Michalsens neues Buch ist überraschend praxisnah. Wer Lust hat, sich einzulesen und seinen eigenen Plan zu erstellen, findet hier alles.

Das Problem: Die meisten Leute lesen das Buch, finden die Idee toll, und dann passiert nichts. Mir ging es genauso. Die Lücke zwischen „ich weiß wie es geht“ und „ich mache es wirklich“ ist größer als man denkt. Du musst selbst einen Menüplan erstellen, einkaufen, Kalorien zählen und die Makronährstoff-Verhältnisse im Blick behalten. Ohne Vorwissen im Bereich Ernährung ist das frustrierend.

Aufwand und Planung: Hoch. Du brauchst mehrere Stunden für Planung und Vorbereitung, bevor du überhaupt anfängst. Manche Rezepte in den Büchern brauchen viele Zutaten und sind aufwendiger als erwartet.

Unsere Buchtipps:

  • Andreas Michalsen: „Scheinfasten – mein Masterplan“ (ZS Verlag, 2025, 17,99 €) – Das aktuellste und umfassendste Buch zum Thema. Über 50 Rezepte, Pläne für mehrere 5-Tage-Kuren. Spiegel-Bestseller.
  • Bernhard Hobelsberger / Bernd Kleine-Gunk: „Scheinfasten – Das Rezeptbuch“ (GU, 2023, 18,99 €) – 50 vegane Low-Carb-Rezepte, rein praktisch. Gut als Rezeptsammlung neben einem anderen Buch.
  • Valter Longo: „Iss dich jung“ (Goldmann, 12,00 €) – Der Klassiker. Erklärt die Wissenschaft hinter der FMD. Weniger Rezepte, dafür das große Bild.

Unser Fazit zum Buch-Ansatz: Gute Grundlage, aber schwierig als alleinige Methode. Die meisten Menschen brauchen mehr Struktur als ein Buch bieten kann. Wenn du ein Buch liest, leg dir direkt einen Starttermin fest. Sonst wird es zum Dauerprojekt in der Schublade.

Selbst kochen ohne Anleitung: Für Erfahrene

Wer bereits ein oder zwei Scheinfasten-Zyklen hinter sich hat und die Regeln kennt, kann es auch komplett selbstständig machen. Mit einem eigenen Menüplan kommst du mit 15 bis 40 Euro Lebensmittelkosten durch die fünf Tage – Discounter oder Bio. Frische Zutaten, volle Kontrolle über Geschmack und Zubereitung. Die Rezepte aus den Büchern oben bringen Abwechslung rein, wenn du öfter fastest.

Ein Freund, der sich Fasten nie vorstellen konnte (nichts essen war für ihn undenkbar), hat es mit meinem Plan geschafft. Heute fastet er sogar Buchinger. Das Scheinfasten war sein Einstieg, weil die Hürde so viel kleiner ist als bei einem richtigen Fasten.

Aufwand und Planung: Hoch, wenn du keinen fertigen Plan hast. Du musst einkaufen, vorkochen und die Kalorien im Blick behalten. Die Grenze zwischen „ich mache Scheinfasten“ und „ich esse einfach wenig“ ist ohne klare Vorgaben fließend.

Unser Fazit zum Selbstkochen: Machbar, aber nur mit Vorwissen. Beim allerersten Mal lieber eine Box nehmen und verstehen, wie sich Scheinfasten anfühlt. Danach kannst du immer noch auf eigene Rezepte umsteigen.

Angeleitet und frisch gekocht: Was ich gerade aufbaue

Genau diese Lücke zwischen „Buch gelesen“ und „wirklich durchgezogen“ hat mich nicht losgelassen. Ich habe Prolon und Salufast getestet, die Bücher gelesen, und dann angefangen, Scheinfasten selbst zu kochen. Mit der Familie, mit Freunden, mit Leuten die es zum ersten Mal probiert haben. Über zwei Jahre lang, immer wieder.

Dabei hat sich etwas herauskristallisiert: Scheinfasten funktioniert am besten, wenn drei Dinge zusammenkommen. Frische Zutaten und Gerichte, auf die du dich freust – statt Tütensuppen. Ein klarer Plan, damit du nicht selbst Kalorien zählen musst. Und jemand, der dich begleitet, falls Tag 2 und 3 mal zäh werden.

Das ist kein Ersatz für Prolon oder Salufast. Die Boxen sind großartig für den Einstieg – und für alle, die gar nichts vorbereiten wollen. Aber wer Scheinfasten regelmäßig machen will, zwei-, drei- oder gar viermal im Jahr, braucht etwas Wiederholbares. Etwas, das gut schmeckt, bezahlbar ist und nicht jedes Mal 200 Euro kostet.

Daran arbeite ich gerade. Ein angeleitetes Scheinfasten-Programm mit frischen Rezepten, Einkaufslisten, Videos zu jedem Fastentag und täglicher Begleitung per E-Mail – sie landet jeden Morgen im Postfach, genau wenn du sie brauchst. Kein Kurs, den du kaufst und nie öffnest, sondern ein Programm, das dich Tag für Tag durch die Woche führt. Das Prinzip dahinter: einmal vorkochen, dann fünf Tage Ruhe.

➜ Trag dich auf die Warteliste ein – das Formular findest du weiter unten im Artikel. Du erfährst als Erstes vom Start und sicherst dir den Einführungspreis.

Welche Methode passt zu dir?

Die richtige Methode hängt von drei Dingen ab: deiner Erfahrung, deinem Budget und deiner verfügbaren Zeit.

Nicht sicher, welcher Typ du bist? Mach das 2-Minuten-Quiz und finde dein Fasten-Profil – mit deiner Stärke, deinem größten Risiko und dem Weg, der zu dir passt.

Du machst es zum ersten Mal? Nimm eine Scheinfasten-Box. Prolon, wenn du das klinisch getestete Original willst. Salufast Standard, wenn du günstiger einsteigen möchtest. Die Box nimmt dir alle Entscheidungen ab und du lernst, wie sich fünf Tage Scheinfasten anfühlen.

Du suchst ein bewusstes Erlebnis? Salufast Ayurveda. Aber nur, wenn du morgens wirklich 20–30 Minuten für die Rituale hast.

Du willst erst verstehen, was du tust? Lies Michalsens „Scheinfasten – mein Masterplan“ oder eines der anderen Bücher und setz dir einen festen Starttermin.

Du willst frisch kochen, aber mit Struktur und Motivation? Genau daran arbeite ich. Trag dich gleich hier unten auf die Warteliste ein.

Du hast Erfahrung, kannst dich selbst motivieren und hast Spaß an langen Kochsessions? Selbst kochen. Günstiger, frischer, flexibler als jede Box.

Scheinfasten-Kurs · Start in Kürze

Einmal vorkochen, fünf Tage fasten – beliebig oft wiederholbar

Mein Online-Kurs zeigt dir Scheinfasten mit frischen Zutaten aus dem Supermarkt: einmal vorkochen, dann Ruhe. Funktioniert beim allerersten Mal genauso wie beim vierten Durchgang. Trag dich ein und sichere dir den Einführungspreis zum Start.

Kein Spam – nur die Start-Info und der Vorteilspreis. Jederzeit abmeldbar.

Häufige Fragen zum Scheinfasten

Kann ich Scheinfasten ohne Fertigbox machen?

Ja. Scheinfasten ist ein Ernährungsprotokoll, kein Markenprodukt. Die Regeln sind bekannt: rund 1.100 Kalorien am ersten Tag, etwa 700 bis 800 an den Tagen zwei bis fünf, dazu bestimmte Makronährstoff-Verhältnisse, pflanzenbasiert. Eine Scheinfasten-Box macht den Einstieg einfacher, Pflicht ist sie nicht.

Wie oft sollte man Scheinfasten?

Valter Longo empfiehlt gesunden Menschen zwei bis vier Zyklen pro Jahr – also etwa alle drei bis sechs Monate. Bei bestimmten Zielen (Gewichtsreduktion, Stoffwechsel) auch häufiger, aber immer in Absprache mit einem Arzt. Ich selbst versuche, drei- bis viermal im Jahr zu fasten. Auch deshalb entwickle ich gerade den Kurs mit dem Vorkoch-Prinzip: Ich nutze ihn bei jedem Durchgang selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Prolon und Salufast?

Prolon folgt dem klinisch getesteten FMD-Protokoll von Longo, ist stark standardisiert und international ausgerichtet. Salufast baut auf Prof. Michalsens Forschung an der Charité auf, ist günstiger und bietet optional Ayurveda-Elemente. Beide Scheinfasten-Boxen funktionieren, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Welche Scheinfasten-Box ist die beste?

Das hängt von deinen Prioritäten ab. Prolon hat die stärkste wissenschaftliche Basis. Salufast ist günstiger und geschmacklich europäischer. Keine Box ist objektiv „die beste“, weil Geschmack, Budget und persönliche Vorlieben eine große Rolle spielen. Lies unsere Tests zu Prolon und Salufast für die Details.

Geht Scheinfasten auch zu zweit oder in der Gruppe?

Ja, und in meiner Erfahrung funktioniert es sogar besser. Gegenseitige Motivation, gemeinsamer Rhythmus, Austausch über die Tage. Jeder kocht oder isst bei sich, aber das Wissen, dass andere gerade dasselbe durchmachen, hilft enorm.

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